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Wie funktioniert Wirtschaft von Ray Dialo

Wie funktioniert Wirtschaft

nach einem Video von Ray Dialo erfolgreicher Hedgefond-Manager

Der Hedge-Fond-Manager von Bridgewater Ray Dialo hat ein Video initiiert, in welchem es darum geht, wie Wirtschaft funktioniert. Meiner Meinung nach sollte dieses Video ein Lehrvideo bereits für den Schulunterricht werden. Lass uns das Video zunächst angucken und dann darüber nachdenken, wie es uns helfen kann unsere Anlageentscheidungen besser zu treffen.

Wie funktioniert Wirtschaft von Ray Dialo Hedge-Fond-Manager von Bridgewater

Ich habe das grandiose Video über den Wirtschafts-Zyklus einmal versucht in Textform darzulegen. Ich empfehle Dir auf alle Fälle Text und Video immer wieder zu verinnerlichen, denn dann verstehst Du auch das „All-Weather-Portfolio“ von Ray Dialo, welches im Finanz-Wälzer „Money von Anthony Robbins“ vorgestellt wird.

Lies dazu auch mein Artikel „Eine Dividendenstrategie alleine ist nicht ausreichend…

Also lass uns beginnen.

Die 3 Hauptantriebskräfte der Wirtschaft

Die Wirtschaft funktioniert wie eine einfache Maschine. Sie ist durch eine mechanische Weise angetrieben, insbesondere durch Menschen die miteinander täglich einfache Transaktionen (Kauf/Verkauf) durchführen. Diese Transaktionen wiederholen sich ständig und schaffen 3 Hauptantriebskräfte.

Legt man diese Antriebskräte übereinander versteht man am besten, wie Wirtschaft funktioniert.

Ausgangspunkt bildet:

  • das Produktivitätswachstum (5-8 Jahre)
  • der kurzfristige Schuldenzyklus sowie (75-100 Jahre)
  • der langfristige Schuldenzyklus

Die einzelnen Konjunkturzyklen werden durch Transaktionen (Käufe/Verkäufe) angetrieben.

Der Staat nimmt bekanntlich Steuern ein und gibt Geld aus. Die Zentralbank reguliert die Geldmenge und Kredite durch Beeinflussung der Zinssätze und Drucken von Geld. Aus diesem Grund spielt die Zentralbank eine Hauptrolle in der gesamten (Welt-) Wirtschaft. Die Zentralbank nimmt die Hauptrolle beim Fluss von Krediten ein. Der Kredit ist der wichtigste Teil der Wirtschaft, weil er der grösste Teil der Wirtschaft und am volatilsten ist.

Die Gesamtausgaben treiben somit die Wirtschaft an. Auf dem Gesamtmarkt gibt es unzählige Transaktionen in den verschiedensten Branchen, aber auch bei jeder einzelnen Art von Käufen und Verkäufe von Autos, Weizen, Immobilien, Firmen etc.

Sind in der Wirtschaft die Zinssätze hoch werden weniger Kredite vergeben. Umgekehrt sind Zinssätze niedrig werden mehr Kredite aufgenommen. Sobald ein Kredit zustande kommt, verwandelt er sich in eine Schuld für den Kreditnehmer und einem Vermögensteil für den Kreditgeber.

Die Schuld ist getilgt, wenn der Kreditnehmer die Schulden plus Zinsen zurückgezahlt hat. Dann ist er wieder „schuldenfrei“. In der Regel verfügt der Kreditnehmer über ein Einkommen und Sicherheiten. Wie Du sicherlich weist, wird auch bei Kleinkrediten die Kreditwürdigkeit des einzelnen geprüft. Die Schufa lässt grüssen ;o)

Wie-funktioniert-Wirtschaft

Wirtschaftswachstum & Kredite

Wirtschaftswachstum findet meist dann statt, wenn Kredite vergeben werden. Diese werden dann für Expansion von Unternehmen, neue Anschaffungen, Einstellen von Arbeitskräften genutzt.

Letztlich kann man sagen, dass angesammeltes und genutztes Wissen somit den Lebensstandard steigert. Dies umgewandelt erbringt langfristige Produktivität. Um kurzfristig Wirtschaftswachstum anzukurbeln sind Kredite wichtig. Auf langfristige Sicht gesehen, ist es das Produktionswachstum.

Schulden, also Kreditaufnahmen erlauben uns mehr zu konsumieren. Durch die Rückzahlung können wir aber zukünftig weniger konsumieren. Bei Aufnahme von Krediten, um neue Vermögenswerte zu schaffen, bringen Kredite Sinn. Konsumschulden, wie wir wissen, weniger. Konsumschulden helfen immer nur dem Kreditgeber, den man dadurch automatisch einen Vermögenswert übergibt.

Man könnte auch formulieren:

„Deine Ausgaben sind die Einnahmen eines anderen…“

Ein kurzfristiger Schulden-Zyklus liegt bei ca. 5-8 Jahren. Beim längerfristigen sprechen wir über 75-100 Jahre.

Um Wachstum zu erreichen ist erhöhte Produktivität der einzige Weg. Durch die Kreditaufnahme kommt es zu den einzelnen Wirtschafts-Zyklen. Das liegt an der menschlichen Natur. Kredite sind also der Weg Ausgaben voranzutreiben oder man könnte auch sagen von der Zukunft Geld zu leihen.

Was passiert bei einem Kurzfristiger Schuldenzyklus.

Der kurzfristige Schuldenzyklus

Zunächst steigt die Wirtschaft, es kommt zur Expansion von Ausgaben und die Preise steigen. Kredite heizen die Expansion weiter an, welche man aus dem Nichts erzeugen kann. Wenn Ausgaben und Einkommen schneller wachsen als die Güterproduktion, können die Preise auf Grund von Angebot und Nachfrage steigen. Preissteigerungen beinhalten bzw. erzeugen aber wiederrum eine Inflation.

Zentralbanken möchten aber keine Inflation, da dies zu Problemen führt. Somit führt ein Preisanstieg auch zur Erhöhung von Zinsen.

Die Folge davon ist, dass sich weniger Menschen Geld leihen können.

Verleiht man weniger Geld, kommt es zu höheren Schuldenrückzahlungen. Insgesamt bleibt weniger Geld übrig und die Ausgaben verringern sich. Da aber die Ausgaben des einen die Einnahmen des anderen sind, sinken insgesamt die Einkommen. Das hat natürlich wiederrum Einfluss auf die Preis. Werden weniger Produkte oder Dienstleistungen gekauft, man also weniger ausgibt, sinken die Preise.

Das Ganze nennt man Deflation, die Konjunktur verlangsamt sich und man kann in eine Rezession kommen.

Das ruft die Zentralbanken auf den Plan. Die senken die Zinsen, um das Wachstum wieder anzukurbeln. Bei niedrigen Zinsen sinken die Tilgungsbeträge der Kreditaufnahme und der Konsum zieht wieder an.

Was wichtig ist zu wissen, dass am Anfang und am Ende eines 5-8 jährigen Schuldenzyklus mehr Schulden und Wachstum hervorgebracht wurde, als beim vorherigen. Diese kurzfristigen Schulden-Zyklen wiederholen sich über Jahrzehnte.

Betrachtet man das auf langfristiger Basis, steigen somit die Schulden schneller als die Einkommen. Das erzeugt dann den langfristigen Schulden-Zyklus. (75-100 Jahre)

Dann gibt es eine Zeit, wo alle glauben, dass alles grossartig läuft. Die Einkommen-, die Vermögenswerte steigen, Autos werden gekauft und der Aktienmarkt „boomt“. Meistens wird in dieser Zeit wieder viel mit geliehenen Geld gekauft. Nimmt das überhand, können sich Blasen entwickeln, die dann irgendwann einmal platzen. Wir schon älter ist, kennt auch schon Börsen-Crash´s.

Das Verhältnis Schulden zu Einkommen nennt man Schuldenlast. Solange das Einkommen steigt, bleibt Schuldenlast kontrollierbar. Stimmt das Verhältnis können Schuldner lange kreditwürdig bleiben. Das kann aber nie ein kontinuierlicher, linearer Prozess sein.

Irgendwann wachsen die Tilgungsbeträge schneller als die Einkommen. Ausgaben werden gedrosselt und es gibt weniger Kreditwürdigkeit. Langfristige zu grosse Schuldenlasten finden wir in den Jahren1929, 2008 und 1989 in Japan. In diesen Zeiten ist es notwendig einen Schuldenabbau zu betreiben.

Es wird weniger ausgegeben, Einkommen sinken, die Tilgungszahlungen steigen. Es erfolgt ein Verkauf von Anlagen, was den Aktienmarkt anfangen lässt zu sinken. Zunächst können Zinsen gesenkt werden. Beim Schuldenabbau nützt allerdings die Zinssenkung nichts, da meist die Zinsen schon gegen Null gesenkt wurden. Die Wirtschaft kann somit nicht mehr über Zinssenkungen stimuliert werden.

Das heisst jetzt, dass der Schuldner beim Schuldenabbau so hoch verschuldet ist und nicht mehr durch Zinssenkungen entlastet werden kann. Kreditgeber erkennen, dass die Schulden zu hoch geworden sind und Schuldner nicht mehr rückzahlungsfähig sind. An diesem Punkt stoppt das Interesse an weiteren Krediten durch Kreditgeber- und Kreditnehmer.

Im grossen Stil bedeutet das, dass die Wirtschaft kreditunfähig ist.

So geschehen in den 30-iger Jahren bis 1940 in der USA, 2008 ebenfalls.

Was also tun? Was macht man bei einem Schuldenabbau

Folgende 4 Maßnahmen können angewandt werden:

1) Menschen und der Staat reduzieren ihre Ausgaben
2) Schulden werden durch Zahlungsverzug und Umfinanzierung gesenkt
3) Vermögen wird von Reichen auf Arme umverteilt
4) Zentralbank druckt neues Geld

Der Prozess des Schuldenabbaus wurde mit den entsprechend genannten Maßnahmen 1930 in der USA, 1950 in England, 1990 in Japan und 2010 in Spanien umgesetzt.

Da nicht viele Kreditgeber sehen wie ihr Vermögen verschwindet sind sie bereit umzuschulden. Umschuldung bedeutet eine geringere Rückzahlung über längere Zeiträume. Es können aber auch niedrige Zinsen vereinbart werden.

Theoretisch und praktisch findet eine Art Vertragsbruch statt. Kreditgeber gehen nach dem Motto:

„…lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach…“

Obwohl die Umschuldung anläuft, führt dies trotz allem zum schnelleren Einkommens- und Vermögenswerte-Schwund.

Wie auch bei der Ausgabenkürzung ist der Schuldenabbau schmerzhaft und deflationär. Das ruft die Regierung auf den Plan. Weniger Einkommen, weniger Arbeit bedeutet gleichzeitig weniger Steuereinnahmen. Die Ausgaben für den Staat steigen für die Finanzierung der Arbeitslosen. Viele Arbeitslose haben kaum Ersparnisse und brauchen staatliche Unterstützung.

Hinzu kommen staatliche Hilfpakete für die Wirtschaft. Das staatliche Haushalts-Defizit explodiert, weil die Ausgaben nach oben gehen und die (Steuer-) Einnahmen sinken.

Was bleibt? Der Staat erhöht also die Steuern der Reichen. Arme und Reiche ärgern sich übereinander und es kann zu politischen Unruhen und Veränderungen kommen. Diese Unruhen, Veränderungen finden meist nicht nur noch im Inland statt, sondern sind länderübergreifend. Kriege, Revolutionen, Militärkonflikte können das Ergebnis sein etc.

Nachdem die Zinssätze durch die Zentralbanken gesenkt wurden, sich keine Besserung ergeben hat, ist man gezwungen Geld zu drucken. Dieses Geld wird zum Kauf von Finanzanlagen und Staatsanleihen durch die Zentralbank genutzt. Die Zentralbank kann somit „nur“ Geld drucken und Finanzanlagen beispielsweise Staatsanleihen kaufen.

Anders die Regierung. Diese kann Güter und Dienstleistungen kaufen und sie dann unter die Bevölkerung bringen. Die Regierung kann aber kein Geld drucken. Daraus ergibt sich, dass eine Kooperation zwischen der Zentralbank und dem Staat stattfinden muss.

Kooperation Zentralbank und Staat

Indem die Zentralbank Anleihen kauft, leiht sie dem Staat Geld und gestattet ihm ein Defizit. Um Ausgaben für Güter und Dienstleistung, Förderprogramm und Arbeitslosenhilfe zu finanzieren. Das Pro-Kopf-Einkommen steigt, aber auch die Staatsschulden. Im Endeffekt hilft dies aber den Schuldenabbau zu bewerkstelligen.

Deflationäre Schritte müssen die inflationäre Schritte ausgleichen, um die Stabilität zu wahren. Bei korrektem Ausgleich kann das zu einem „guten und geordneten Schuldenabau“ führen. Die Kunst bei einem Schuldenabbau ist, dass man nicht zuviel Geld druckt. Geld drucken ist nämlich eine der einfachsten Dinge, die man von den 4 oben genannten Punkten machen kann.

Erreicht man beim Schuldenabbau die richtige Balance, ist der Schuldenabbau nicht dramatisch und es kommt zur Deflationsphase. Steigen jetzt die Einkommen, erscheinen die Kreditnehmer wieder kreditwürdiger. Der Kreislauf beginnt dann von vorne.

Die Wirtschaft beginnt wieder zu wachsen, was wie angedeutet zur Reflationsphase des langfristen Schulden-Zyklus führt. Es dauert ca. ein Jahrzehnt, um die Schuldenlast zu verringern. Daher der Begriff, „…das verlorene Jahrzehnt…“

Zum Schluss gibt uns Ray Dialo 3 Regeln mit auf den Weg.

3 Faustregeln von Ray Dialo

  • Lassen sie die Schulden nicht schneller steigen als ihr Einkommen
  • Lassen sie das Einkommen nicht schneller steigern als die Produktivität, ansonsten bist Du eines Tages konkurrenzunfähig
  • Steigere Deine Produktivität, denn langfristig ist es das worauf es ankommt

Ich weiss, das diese ein Monster-Artikel war. Gefühlt habe ich mir das 30-minütige Video ca. 3 Stunden angeschaut, um alles zu reflektieren und kapieren.

Auf alle Fälle hätte ich mir solch ein Video in der Schul- oder Ausbildungzeit gewünscht, denn es lassen sich sehr gute Ableitungen zum Aktienmarkt herstellen.

Und für mich ist jetzt auch klar geworden, warum Ray Dialo mit zu den besten Hedgefond-Manager auf der Welt zählt und er oft nicht mehr als 4% Verlust gemacht hat. Das hat erstens mit dem Verstehen, des Wirtschaftskreislaufes zu tun und dem danach ausrichten, indem man ein „All Weather-Depot“ mit den entsprechenden Tradingprodukten zusammen stellt. Mehr dazu in dem Buch „Money“ von Anthony Robbins.

In diesem Sinne wünsche ich Dir, dass Du immer mit den richtigen Produkten und der richtigen Gewichtung in Deinem Gesamt-Portfolio unterwegs bist.

Ich wünsche allen Lesern und Fan´s des Dividendenhamster Gesundheit, das jeder eine Lebens-Vision hat und seinen Zielen ein Stück näher kommt. Reichhaltige Dividenden in 2016 wünscht

Dividendenhamster

Unterschrift-Henry

 

 

 

 

P.S. Wenn Du noch auf der Suche Deiner Lebens-Vision bist oder aber Deiner „inneren Stimme folgen willst“, ist Holger Ecksein Dein Mann.

P.S.S. Welche Bücher, Poster kennst Du, die den Wirtschaftskreislauf gut und einfach beschreiben?

Wie ich einen monatlichen Dividendenstrom aufbaue, auch wenn nur wenig Kapital vorhanden ist.



Kommentare


Ralph 11. Januar 2016 um 15:51

Hallo,

vielen Dank für den ausführlichen Artikel, habe diesen bist jetzt grob überflogen, werde später nochmal genauer hinschauen.

Gruß Ralph

Antworten

James 13. Januar 2016 um 14:00

Hallo,

danke für den Artikel. Interessant wären die drei Graphiken im Video als Realtimechart.
• das Produktivitätswachstum (5-8 Jahre)
• der kurzfristige Schuldenzyklus sowie (75-100 Jahre)
• der langfristige Schuldenzyklus
Hat hierzu jemand eine Seite worin wir diese Charts nachvollziehen können.

LG

Antworten

Bernhard Kuiter 17. Januar 2016 um 21:08

Sehr schöner Artikel. Vielen Dank für das verlinkte Video. Extraklasse!

Antworten

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