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The Big Short – Kinofilm

„The Big Short“ kam vor kurzem als Kinofilm in unsere Kino´s. Als Dividendenhamster interessiert mich natürlich das Thema, speziell weil es um die „Aufarbeitung“ der Finanzkrise geht.

Geht man um 14.00 Uhr einen Dienstag ins Kino stellt man fest, dass man auch zu fünft, für wenig Geld, einen ganzen Kinosaal mieten kann. Sicherlich liegt das an der Uhrzeit und den Wochentag. Interessieren würde mich allerdings, ob der Film überhaupt eine breite Masse in Deutschland interessiert.

Aber lass uns nun zum Inhalt vom Kinofilm „Big Short“ kommen.

Da ich oft Filme über die Börse gucke und auch „The Wolf of Wall Street“ gesehen habe, hatte ich natürlich auch eine gewisse Erwartungshaltung. Fakt jedoch das man beide Börsenfilme nur bedingt vergleichen kann, auch wenn es in beiden um Manipulation im grossen Stil geht.

The Big Short zeigt jedoch noch einmal abrundtief das es nicht nur in der Wirtschaft sondern auch in der Politik um Geld, Macht, Manipulation von Massen geht. Die breite Masse wird immer wieder dazu genutzt, um auf deren Rücken Geld zu machen.

Trading-Produkte werden kreiiert, die mit Absicht von Anlegern nicht verstanden werden sollen. Es werden Finanzbomben zusammengepackt, die hochexplosiv sind.

In der Zwischenzeit dürfte jedem klar sein, dass kleine Machtzentren und Gruppen über den grossen Teich ihr Unwesen nicht nur in Politik sondern auch in der Wirtschaft treiben.

Ausgangspunkt und Hauptinhalt von „The Big Short“ ist die Finanzkrise von 2007/2008. Ein Doktor, der hauptsächlich mit Zahlen zu tun hat und einen Hedge-Fond managt erkennt, dass Kredite schon seit Jahren an eigentlich nicht solvente Menschen vergeben werden.

Und hier beginnt auch das perfide Spiel zwischen Macht, Geld, Gier und grosse Manipulationen und Beschiss zwischen den Banken und dem kleinen Mann auf der Strasse.

Äusserst erschreckend war, dass selbst eine kleine Gruppe, die die Finanzkrise vorab erkannt hatte von den Banken zermahlen werden sollte, nur weil diese andere Interessen oder Positionen hatte.

Ich will es einmal einfach ausdrucken. Stell Dir vor, Du erkennst, dass der Aktienmarkt schief liegt und Du gehst mit den entsprechenden Finanzinstrumenten „short“. Beispielsweise mit Puts oder Futures auf den Index.

Du hast mit Deiner Einschätzung bzw. Prognose recht und der Markt fällt, Deine Puts und Futures fallen aber nicht, sondern treten auf der Stelle. Du bekommst, zumindest ein Zeitproblem mit Deinen Optionen und wirst fast gezwungen dieser wieder zu verkaufen. Eventuell sogar mit Verlust, obwohl der Markt um Dich herum zusammenbricht.

Über die Zeit stellst Du fest, das es das erste Mal ist, dass nicht korrelierende Produkte sich nicht gegeneinander bewegen. Dann bekommst Du raus, dass grosse Banken diesen Zustand manipulativ fortführen, weil sie selbst eine Gegenposition haben oder andere Interessen. Rating-Agenturen von den Firmen bezahlt werden, die sie einschätzen sollen…

Eines wurde mir in diesem Kinofilm ebenfalls klarer, warum ich „zusammengebastelte Tradingprodukte nicht mag“. Im Film ging es allerdings um CDO´s. Alleine die Worte physische und synthetische Produkt-Konstruktionen lassen mich zusammenschrecken. Aus diesem Grund werde ich vermutlich auch nie ein Freund von ETF´s werden, denn ich mag nicht mein Geld zu „Kapital-Sammel-Stellen schicken.

In diesem Fall bin ich sicherlich nicht „Massen-Kompatibel“ wie es Rainald Grebe in einem seiner Lieder besingt…

In diesen Produkten lag in der Finanzkrise das Unheil. Aus über Jahrzehnte langweiligen Finanzkrediten wurde eine geballte konstruierte Finanzbombe mit grossem Hebel gebastelt. Den Initiatoren brachte es unanständige Gewinne und der breiten Masse Unheil, Armut und auch Kriege.

Und was passiert?

…die Show must go on…das Spiel beginnt von vorne…

„The Big Short“ hat mich sehr nachdenklich gemacht, auch wenn ich bereits um die Manipulation wusste.

Nun kann man natürlich die einen als Täter entlarven und die anderen als Opfer. Damit wäre es aber nicht genug, denn auch die Opfer müssen sich fragen, inwieweit sie eine Mitschuld tragen.

Klar versucht man der breiten Masse das Finanzwissen vorzuenthalten. Aber andererseits muss auch die breite Masse ihre Verantwortung wahr nehmen und sich mit Finanzwissen beschäftigen, bevor sie Kredite aufnehmen oder an der Börse aktiv werden.

Ich denke, dass die breite Masse vermutlich sich diesen Film nie ansehen wird und auch weiter wenig Interesse an Finanzwissen haben wird. So wird auch hier der bekannte Weg weiter gehen.

Hast Du „The Big Short“ gesehen? Wie ist Deine Meinung dazu?

Weiter Börsenfilme & Artikel

P.S. Achte immer auf Dein Gesamtvermögen & Dein Einkommen und nutze noch andere Quellen für den Aufbau von „Passiven Einkommen

Viel Erfolg Dividendenhamster

Unterschrift-Henry

Wie ich einen monatlichen Dividendenstrom aufbaue, auch wenn nur wenig Kapital vorhanden ist.



Kommentare

K. 21. Januar 2016 um 21:28

Was ist an ETFs die 1:1 (physisch) den jeweiligen Markt bzw. Index nachbilden verkehrt?
Ohne Hebel, ohne Short versteht sich. Swaps (ausländisch) mögen vielleicht steuerlich interessant sein. Aber auch aussschüttend und mit deutschem Fonddomizil ist es steuereinfach.

Dazu noch eine niedrige TER (was die Rendite erhöht) und man performt auf Dauer besser als Fonds oder eigenem Markte-Timing (die lassen sich ja auf Dauer und erst recht für uns „kleine“ Anleger nicht richtig timen).

Dazu Buy and Hold und evtl. sogar Dividenden(-Strategien)? So braucht man sich als Anleger keine Unternehmen selbst bewerten und partizipiert immer an den jeweiligen Dividendenunternehmen je nach Index (Aristrokraten oder High Yield oder oder oder).
Auch damit kann man sich ein richtig schönes passives Einkommen pro Jahr oder Monat schaffen und dazu noch Marktsteigerungen im jahrzehntelangen Buy-and-Hold Durchschnitt (7-9% je nach Index oder Markt wenn man die Historie betrachtet) für den Buchwert mitnehmen. Selbst wenn man mit sehr konservativen historischen Kurs-Auf-und-Abs und wenig Dividendensteigerungen rechnet. Die Endsumme (Buchwert) ist dann fast dieselbe wie ich sie in guten Dividendenaktien bräuchte um den selben Einkommensstrom zu erhalten, nur mit weniger Aufwand. Einmal richtig auswählen, Gedanken machen und dann halten und ggf. 1x Jahr Reevaluation ob das Fondvolumen noch passt. Bei EInzelaktien muss ich mehr auf den Markt und die Unternehmen achten. Plus Cost-Average-Effekt bei regelmäßigem Kauf (Sparplan oder manuell).

Das ETFs Sondervermögen sind und dazu auch keine Zertifikate oder sonstige undurchsichtige Produkte wie im Film spricht für mich sehr für sie.
Dividenden-Aktien, -Aristokraten oder profitable Unternehmen nehme ich dann gerne als Beimischung mit dazu.

Antworten

Dividendenhamster 22. Januar 2016 um 12:34

Hallo K., was willst Du mit Deinen Verlinkungen sagen?

Überleg einmal. Viele Menschen investieren heutzutage in ETFs. Klar ist es einfacher, man bekommt sozusagen die „Fertig-Suppe“ und muss sich natürlich um nichts mehr kümmern.

Wenn viele das machen werden die Summen natürlich grösser und bei manch einem Anbieter in die Höhe schnellen. Das Kapital wird sich auf bestimmte Anbieter konzentrieren, so auch bspw. bei Blackrock.

Für einen Anleger ist es „vermeintlich einfacher“. Mit ein bis drei ETF-Anbieter und 5 ETF´s wird dann das „Welt-Depot“ nachgebildet. Meinst Du nicht, wenn Millionen das machen, dass es dann eine Kapitalkonzentration gibt? Wenn alle das gleiche machen und in einem Brandfall (Crash an der Börse) aus ihren Anlagen raus wollen, werden es wohl auch nicht alle schaffen werden. (siehe damals offene Fonds geschlossen, um Kapital-Rückfluss zu verhindern) Kenne keine Aktie, die man nicht verkaufen konnte… In Falle der Aktie steht dann keine zusätzliche Kapitalsammelstelle oder ein Fondsmanager dazwischen…)

Wir können auch noch lange darüber diskutieren, ob man in ETF´s und Fond´s investieren sollte oder nicht. Alles hat seine Berechtigung zur entsprechenden Zeit. Auch ich habe in meiner Anfangszeit in Fonds und mit Sparplänen investiert. Schluss war bei mir, als ein berühmter deutscher Fond seine Verluste von einer Tochter im Ausland in den deutschen Fond umgebucht hat. „Ethisch korrekt“ die Anleger über diese Art und Weise zu betrügen?

Das kostete zwar damals dem Anleger vielleicht nur 1,50 Euro Kurs-Verlust an den Fondsanteilen, zeigte mir aber, wie und was ablaufen kann. Auch die Fond-Schliessungen während der Finanzkrise, obwohl es sich teilweise um offene Fonds handelte, brachten mich zur Erkenntnis:

Mein Kapital nur noch in direkten Anlagen zu investieren, zumindest was meine langfristige Ausrichtung betrifft. Bei kurzfristigen Strategien und Positionstrading nutze ich auch heute noch gehebelte Produkte, einfach weil ich hier nur in einem kurzfristigen Zeitraum unterwegs bin.

Persönlich kann ich mich nicht damit anfreunden in bspw. nur 5 ETF´s bei vielleicht 2-3 Kapitalsammelstellen zu investieren und dort mein Geld über vielleicht 20-30 Jahre auflaufen zu lassen.

Dann fühle ich mich mit reinen Aktien, egal ob Dividenden-Aristokraten, Value-Werten oder High Yield Aktien wohler. Dazu nutze ich verschiedene Banken im In- und Ausland und dann stimmt auch meine persönliche Risikoneigung wieder.

Aber ich bin ja nicht dazu da andere bekehren zu wollen. Ich spreche aus meinen Erfahrungen, aus meiner teilweisen Kenntnis der Manipulationen, die viel grössere Ausmasse haben, als wir uns vorstellen können.

In diesem Sinne jedem das seine und viel Erfolg!

Hier auch mal ein paar Links, dann kann sich jeder sein Bild basteln. Und im Artikel stehen einige sehenswerte Börsenfilme, die schon einige Manipulationen öffentlich gemacht haben. Solange die breite Masse nicht hinterfragt, sich reflektiert wird das Tor der Manipulationsmöglichkeiten weiter überdimensional breit offen bleiben.

Gruß Henry

http://www.fondsprofessionell.de/news/vertrieb-praxis/nid/investor-carl-icahn-greift-larry-fink-an-quotblackrock-ist-extrem-gefaehrlichquot/gid/1021761/ref/1/

https://www.justetf.com/de/news/etf/synthetisch-replizierende-etfs-wie-risikoreich-ist-ein-swap-etf.html

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/indexfonds-synthetische-etf-sind-nicht-besser-11817237.html

http://www.onvista.de/news/physische-und-synthetische-etfs-entscheidungen-ohne-emotionen-treffen-2122579

http://www2.wiwi.hu-berlin.de/finanz/presseartikel/die_bank_08_2012.pdf

http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

http://dividendenhamster.de/warum-die-blackrock-aktie-nicht-in-das-dividendenhamster-depot-kommt/

Antworten

K. 28. Januar 2016 um 22:24

Hallo Henry,

Danke für deine ausführliche Antwort.
Auf einen Teil will / kann ich jetzt eingehen:
„fertige Suppe“, ja genau. So brauche ich mich nicht mit Kennzahlen auseinandersetzen oder dauernd die Aktien im Blick haben (müssen). Dafür nehme ich auch gerne eine nur „durchschnittliche“ Marktrendite in Kauf. Dank niedriger Gebühren als beim Aktienkauf, geht mehr Geld in die Anlage und somit Rendite.
Im Falle eines Crashs oder das ein Fond geschlossen / aufgelöst wird, ist man natürlich mit Einzelaktien auf der sicheren Seite. Aber selbst manche Dividenaristokraten bleiben über einige Jahre keine Aristokraten…. Also ggf. schlecht Verkaufen und wieder Gebühren. Wie gleichst Du dann das „Hin und her macht Taschen leer“ aus ohne das dieses Geld und Steuerabzüge dadurch dann beim Vermögensaufbau fehlt?
Momentan preferiere ich ETFs und Value/Dividenden-Aktien, aber ich suche noch die passende (Risiko)-Mischung inkl. passender Rendite. Und dabei meine ich keine Überrenditen, aber es sollte schon auf mehrere Jahrzehnte gerechnet etwas rauskommen, was auch nach und bei Kurzeinstürzen zum „Leben“ reicht. Vielleicht ist mein Einkommen zu niedrig um mehr zu investieren so dass ich keine ETFs zur Investitionskostenkompensation brauche, aber neues / höheres oder gar unabhängiges Einkommen geht ja leider nicht auf Knopfdruck. 🙂
Ich bin gespannt und bleibe am Ball und lese sowohl zu ETFs als auch zu langfristigen Dividendenaktien und profitablen Unternehmen gerne etwas.
Monatliche Auszahler wie so manchen US-Pennystock (wie die Broker-Hotline sie betitelt) finde ich interessant, aber auch hier ist viel und vorallem dauerhafte Beobachtung nötig, damit die Erträge stimmen oder durch Abstoßung und Neuzukauf auf Dividendenkürzungen reagiert werden kann.

Was wenn man das mal über einen längeren Zeitraum nicht mehr leisten kann (Beobachten, Bewerten, Kaufen, Verkaufen)?

Sei es in der „Anspar“- als auch in der „Auszahl-„Phase (wenn man davon leben kann oder will/muss), z.B. im Alter wenn man kränker oder dement wird aber auf regelmäßige Erträge zur Lebens(Finanz)Sicherung angewiesen ist. Eine praktikable Lösung oder zumindest eine Idee dazu fehlt mir momentan. Hast Du eine Idee dazu?

Antworten

Dividendenhamster 29. Januar 2016 um 08:08

Hallo K.

ich bin gerade dabei etwas über das GESAMT-RISIKO beim GESAMT-VERMÖGEN zu reflektieren. Denn egal, wo man sein Geld an der Börse anlegt, Aktien, ETFs, Fonds sollte man immer von Risiko-Kapital ausgehen.

Ob die Welt sich von 50 Jahren Vergangenheit nochmal wiederholt, bezweifle ich. Ich gehe mal davon aus, dass auch Crowfunding und andere Investitonsgelegenheiten zukünftig eine größere Rolle spielen.

Auch Warren Buffett ist heutzutage auch ausserhalb der Börse auf der Suche nach Investitionsgelegenheiten. Ich glaube wir werden unseren Fokus hier etwas erweitern müssen.

Oder wie siehst Du oder andere Leser das?

Gruß Henry

Antworten

K. 31. Januar 2016 um 08:40

Ja, andere Investitionsmöglichkeiten und Formen entstehen gerade oder erst noch. Mal sehen was sich langfristig herauskristallisiert.
Crowdfunding empfinde ich ideeler Natur. Man ist von einer Idee überzeugt und bekommt für sein Startkapitalanteil einmalig gewisse Produkte (wie eine Art Vorbestellung).
P2P Kreditvergaben sind mir noch zu unsicher.
Ggf braucht es Unternehmensbeteiligungen mit etwas ala Aktienoptionen für die Firma und ohne Kapitalnachschusspflicht oder etwas ganz anderes.

Auf jeden Fall aber auch so etwas wie ein 401(k) Konto wie in den USA das Investieren ohne Produktbindung steuerlich interessanter und attraktiver macht, auch in Bezug auf die Rente.
Ein paar Ideen dazu habe ich und feile gerade daran.

Schönen Sonntag,

K.

Antworten

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