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Sind Dividendenstrategien gefährlich?

Ich glaube jetzt bist Du „baff“, dass diese Gedanken von einem Dividendenhamster kommen. Normalerweise muss doch ein Dividendenhamster zu den Dividenden stehen und diese verteidigen.

Warum ich allerdings das Dividenden-Investieren auch nicht als das Allheilmittel für sämtliche Anleger sehe, will ich Dir hier kurz skizzieren.

Gestern sass ich im Cafe und grübelte wieder einmal über Gott und die Welt, natürlich auch über Geldanlage und Börse.

Nach einigen Stunden hatte ich dann interessante Gedanken zusammengefasst. Einen Teil dieser Gedanken findest Du im Artikel „Geld anlegen Tipps“ darum will ich diese hier nicht nochmal alle wiederholen. Nur kurz der Hinweis, dass Geldanlage immer individuell sein muss, da die Voraussetzungen (geldliche, mentale, disziplinierte etc.) jeder Anleger in unterschiedlicher Art und Weise mitbringt.

Lass uns also gleich zur Sache kommen, warum auch das Dividenden-Investieren eine gefährliche Sache sein kann.

Warum auch Dividendenstrategien gefährlich sein können

Das Hauptproblem sehe ich darin, dass sich meist enorme Mengen an Kapital in einzelnen Werten konzentrieren können. Aktuell ist es so, dass es fast keine vernünftige Alternative zu Dividenden-Aktien renditeseitig gibt. Alles auf das Tagesgeldkonto zu schleppen, bringt schon einmal inflationsseitig keinen Sinn. Ausgenomme ist der Risikopuffer von 6-12 Monatsausgaben.

Zurück zur Kapitalansammlung. Rennen alle in Richtung Dividenden-Aristokraten oder High Yield Aktien findet auf die Zukunft gesehen dort eine Kapitalansammlung von Anlegern und Investoren statt.

Auch im Depot der einzelnen Anleger, meines aktuell eingeschlossen, kommt es ebenfalls zur Konzentration des Vermögens auf einzelne Aktien. So passiert es, dass es teilweise zur einer Übergewichtung von Einzelpositionen kommt. Es wird also nicht genügend in Aktienwerte gestreut.

So lange alles nach oben läuft, ist das kein Problem. Problematisch wird es erst, wenn es Einzelausfälle gibt, was bei Einzelinvestitionen immer einmal der Fall sein kann. Auch in Panikzeiten an der Börse, wo alle durch eine Tür aus dem Markt kommen wollen, kann zu Verstopfungen und Verlusten führen.

Da beim Dividenden-Investieren meist keine Stops genutzt werden, hat man also letztlich auch keine Risikobegrenzung. Auch bekannte Strategien agieren ja meist mit Umschichtungen in gewissen Zeiträumen. Halten wir also fest:

1. Konzentration von Kapital im Gesamtmarkt auf einzelne Dividenden-Werte
2. Konzentration von Kapital in den einzelnen Depots der Anleger und Investoren auf meist die gleichen Dividenden-Aktienwerte
3. keine Stop-Strategie, die mein Risiko minimiert

Um einmal einen Vergleich zu schaffen, was ich meine. Kaufe ich beispielsweise eine Trend-Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt, dann habe ich in meiner Strategie einen Stopkurs, der mein Risiko begrenzt. Meine Gewinnerwartung ist nach oben offen, da ich ja trendfolgend agiere.

Lass uns aber zurück zu den Dividendenstrategien und Dividenden-Aktien kommen. Die einzige Möglichkeit die ich als Dividenden-Anleger nutzen kann ist, dass ich über die Zeit mein Risiko durch Streuung in meinem Dividenden-Depot nachkomme. Dafür brauche ich aber eine Menge Geld, Disziplin, Strategie und Fokus auf die besten Aktien mit den entsprechenden zukünftigen Geschäftsfeldern.

Da aber wiederrum nichts so kontinuierlich wie die Veränderung ist, kann es selbst passieren, dass Unternehmen nach 58 Jahren, siehe Sony, keine Dividende mehr zahlen oder es einen Ausfall der Dividende gibt.

Wie Dividenden-Aktien im Chart ticken

Gerade bei Dividenden-Aktien, egal ob Dividenden-Aristokraten oder High Yield Dividenden-Aktien konnte ich immer wieder charttechnisch beobachten, dass diese oft in Kurs-Ranges verlaufen. Dazu gucke ich mir oft Wochen- oder Monats-Charts an, die für mich zu den aussagekräftigsten zählen.

Laufen Aktien durch Dividenden-Ausschüttungen seitwärts oder in Kurs-Ranges bringen für mich Stops auch nicht unbedingt Sinn. Ausserdem blockiere ich dann wieder den Dividenden-Strom.

Fazit: Das einzige was für mich Sinn bringt ist, dass ich Geld an der Börse immer als Risikokapital ansehe und auch das Risiko nicht nur in dem einzelnen Depots streue, sonderen meine Börsenstrategien auch unter diesem Aspekt betrachte. Also eine Risikostreuung der Börsen-Strategien mit jeweils vorher definierten Geldmitteln, die ich bereit bin zu riskieren.

Das ist auch der Grund, warum ich neben dem Dividenden-Investieren die Trendfolge und das Positionstrading weiter betreibe.

Was einem bei der Gesamtbetrachtung helfen kann ist das langfristige Investieren. Angefangen im jungen Alter mit entsprechenden Spar- oder Fondsparplänen zahlt man ein längeren Zeitraum kleinere monatliche Beträge ein. Durch den Cost-Average-Effekt glättet bzw. kann man das Risiko minimieren. Hat sich erst einmal ein Kapitalteil angesammelt, erledigt den Rest der Zinseszins-Effekt.

Das ist auch der Grund, warum man frühzeitig mit kleinen Beträgen zu investieren anfangen kann, um dann grosses zu erreichen.

Vielleicht bist Du ja Vater oder Opa und nutzt dieses Wissen für Deine Kinder oder Enkel. Hilfreich ist dazu das Buch „Cashflow Quadrant“  von Robert Kiyosaki oder seiner Frau Kim Kiyosaki mit dem Buch „Rich Woman – Ein Buch für Frauen über das Investieren„.

Wie siehst Du das Thema?

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P.S. Interessierst Du Dich für das Thema Risiko/Chance möchte ich Dir das Buch „Wider der Götter – Die Geschichte von Risiko und Riskmanagement von der Antike bis heute von Peter L. Bernstein empfehlen. Das Buch gibt es heutzutage sehr preiswert als Taschenbuchausgabe.

Wie ich einen monatlichen Dividendenstrom aufbaue, auch wenn nur wenig Kapital vorhanden ist.



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